Praxis für Logopädie | Lucia Uhl | Horb a. N. | Rottenburg a. N. | Oberndorf-Aistaig | info@logopaedie-uhl.de

lachende Comicmännchen telefonieren mit einem Dosen-Schnur-Telefon

LOGOPÄDIE

  • Stimme

    Organische Stimmstörungen

    Sie werden verursacht durch organische Verände-
    rungen im Bereich des Stimmapparates (Knötchen, Entzündungen, Ödeme, Veränderungen durch Unfälle und Operationen). Die Stimme ist meist heiser und wenig belastbar bis hin zum Stimmversagen, je nach Ursache und Ausmaß der Störung.

     

    Funktionelle Stimmstörungen

    Sind die häufigste Art der Stimmstörungen. Sie treten u.a. bei Berufssprechern auf. Sie können jedoch auch durch Umweltbelastungen (Staub, trockene Räume) oder durch psychische Belastungen verursacht bzw. beeinflusst werden.

     

    Stimmstörungen können bereits im Kindesalter auftreten.

     

  • Sprechen

    Sprechstörungen bei Kindern

    • Störungen der Bildung von Lauten

    Die bekannteste Form ist der Sigmatismus ("lispeln"), bei dem die Zunge bei der Aussprache des
    Lautes "s" zwischen Zähne rutscht. Manchmal ist gleichzeitig eine zu schlaffe Muskulatur im Mund-
    bereich zu beobachten, die zu einer myofunktio-
    nellen Störung führen kann.

    • Redeflussstörungen

    • Stottern oder Poltern

     

    Sprechstörungen bei Erwachsenen

    • Störungen der Aussprache

    • Dysarthrien bzw. Dysarthrophonien

    treten dann auf, wenn die Verarbeitung des Sprechens gestört ist. Durch die Einschränkung der Beweglichkeit im Mundbereicht wird die Aussprache undeutlich, die Stimme und die Atmung können
    auffällig sein.

    • Dyspraxie, Apraxie:

    Hier ist die Sprechplanung gestört, d. h. die einzelnen Artikulationsbewegungen  können nicht ausreichend kontrolliert werden, obwohl die Muskulatur prinzipiell die erforderlichen Einzelbewegungen ausführen kann.

  • Sprache

    Sprachstörungen bei Kindern

    Hier ist der Spracherwerbsprozess gestört. Es können alle Bereiche des Sprachsystems betroffen sein: Aussprache, Wortschatz, Grammatik und die allgemeine Kommunikationsfähigkeit. Ein Großteil der kindlichen Sprachstörungen ist unklarer Genese, d. h., es liegt kein organischer Befund vor.

     

    Sprachstörungen bei Erwachsenen

    Die Ursachen können unterschiedlich sein: Hier liegt immer eine Störung im Bereich des Sprachzentrums im Gehirn vor; ein Schlaganfall, eine Hirnblutung, Tumore, unfallbedingte Verletzungen, entzündliche Erkrankungen oder Abbauprozesse.

    Auch hier können alle sprachlichen Ebenen betroffen sein: Aussprache, Wortschatz, Grammatik und die allgemeine Kommunikationsfähigkeit.

     

  • Schlucken

    Schluckstörungen bei Kindern

    • Organische Schluckstörungen können durch

    neurologische Erkrankungen mit Beeinträch-
    tigung der Hirnentwicklung auftreten, wie z. B. bei körperbehinderten Kindern oder durch Störungen
    der Hirnfunktion  nach Unfällen.

    • Wesentliche Merkmale sind Veränderungen der

    Beweglichkeit von Muskeln und/oder Beeinträch-
    tigungen im Bereich der Wahrnehmung.

    • Funktionelle Schluckstörungen

    (myofunktionelle Störungen) kommen bei Kindern vor, die ihr frühkindliches Schluckmuster im Verlauf ihrer Entwicklung nicht durch ein normales Schluckmuster wie bei Erwachsenen ersetzen.

    Folgen davon können bspw. eine Zahn- bzw. Kiefer-
    fehlstellung sein.

  • Hören

    Hörstörungen

    Leider werden diese oft relativ spät erkannt.

    Erhöhte Risiken für eine Schwerhörigkeit haben frühgeborene Kinder, Kinder mit familiärer Vorbelastung, bei möglicherweise ototoxischen Medikamenten oder bei bestimmten Syndromen. Eine weitere häufige Ursache sind häufig rezidivierende Erkältungen mit Tubenbelüftungsstörungen und Paukenhöhlenergüssen.

    Viele schwerhörige Kinder erwecken den Eindruck,
    dass sie auf Sprache reagieren. Auch wenn es den Sprachinhalt nicht versteht, ist es möglich, dass es
    die grobe Bedeutung aus dem Zusammenhang wie
    der Situation, der Mimik und Gestik oder dem Mundbild erfasst. Das schwerhörige Kind lernt, diese beglei-
    tenden Signale zunehmend besser zu interpretieren. Das Verstehen gelingt teilweise grob, manchmal
    auch präziser, so dass es aussieht, als verstehe das Kind Lautsprache. Entsprechend reagiert das Kind manchmal sicher, oft aber auch unpassend.

    Häufig rezidivierende Erkältungen können zu einer gering- bis mittelgradigen Schwerhörigkeit führen. Diese Kinder haben gelernt, gut zu kompensieren,
    und sich für kurze Zeit stark zu konzentrieren. So passieren sie grobe Screening-Untersuchungen teilweise anstandslos. Das Ausmaß der Schwierig-
    keiten zeigt sich im Alltag: Konzentrationsschwierig-
    keiten, häufiges Nachfragen, motorische Unruhe
    und schwankende sprachliche Leistungen können
    ihre Ursache in Hörproblemen haben.

     

    Störungen der Hörverarbeitung

    Hier ist das äußere Hören (Außen-, Mittel- und Innenohr, Hörnerv) ungestört. Jedoch verarbeitet das Gehirn die Hörinformationen fehlerhaft.

    Folgende Teilbereiche können betroffen sein:

    • Aufmerksamkeit:

    Es gelingt nicht, die Aufmerksamkeit kurz- oder langfristig für Hörreize aufrecht zu erhalten.

    • Merkfähigkeit

    • Gedächtnis für Reihenfolgen

    • Richtung und Entfernung von Schallquellen

    können nicht geortet werden

    • Die sichere Unterscheidung von ähnlich

    klingenden Lauten gelingt nicht

    • Einzellaute können nicht aus Wörtern

    herausgehört werden

    • Einzellaute können nicht zu Wörtern

    zusammengesetzt werden

    • Fragmentarische Äußerungen

    (Wort- oder Satzteile) können nicht zu einem
    sinnvollen Wort ergänzt werden

  • Information

    Die logopädische Behandlung:

    • Verordnung:

    Bei Bedarf wird die Therapie durch Ihren Kinderarzt, HNO-Arzt, Phoniater, Neurologen, Allgemeinarzt oder Kieferorthopäden verordnet.

    • Kosten:

    Die Behandlungskosten werden von Ihrer Kranken kasse übernommen. Über die aktuellen Zuzahlungs-
    bedingungen für gesetzlich Versicherte ab dem
    18. Lebensjahr informieren wir Sie gerne.

    • Hausbesuche:

    Wenn Sie aus medizinschen Gründen nicht in die
    Praxis kommen können und Ihr Arzt einen Haus-
    besuch verordnet, kann die Therapie auch bei
    Ihnen zu Hause durchgeführt werden.

    • Terminvereinbarung:

    Terminanfragen sind telefonisch oder per E-Mail möglich. Bitte beachten Sie, dass der Ersttermin innerhalb von zwei Wochen nach Ausstellung des Rezeptes erfolgen muss.